Unser Vortragsprogramm zu Geschichte und Landeskunde der Oberlausitz

Referenten des Lusatia-Verbandes vermitteln Wissen zu Geschichte und Landeskunde der Oberlausitz. Die interessanten Vorträge mit vielen Bildern sprechen alle Zuhörer mit heimatgeschichtlichem Interesse an, ob im Rahmen von Veranstaltungen der Heimat-, Orts-, Geschichts- und Kulturvereine oder für Bürger und auch Gäste der Gemeinden und Städte der Oberlausitz und Umgebung.

 

Termine der Vorträge

Februar 2026

März 2026

Neuland unter Schwert, Axt und Pflug. Die Herausbildung des Markgraftums Oberlausitz als Ergebnis der mittelalterlichen Ostsiedlung

Herrenhaus Prietitz

Ursprünglich war die Oberlausitz ein riesiges Urwaldgebiet mit nur wenigen waldfreien Inseln. Hier siedelte nach dem 3. Jahrhundert n.Chr. der germanische Stamm der Burgunden. Nach dessen Abzug in der großen Völkerwanderung rückte von Osten der slawische Stamm der Milzener nach. Nachdem das Gebiet im 10. und 11. Jahrhundert unter deutsche Vorherrschaft geraten war, begann eine grandiose Kolonisationsbewegung. Landlose Bauernsöhne westliche von Elbe und Saale zogen mit ihren Familien in die Oberlausitz, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Der Vortrag spannt den Bogen von Karl dem Großen über die Entstehung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis hin zur mittelalterlichen Ostsiedlung. Meist aus Franken und Thüringen, aber auch aus den milzenischen Siedlungskammern kommend, rodeten diese Pioniere riesige Waldgebiete, legten sie Sümpfe trocken, machten das gewonnene Land urbar und gründeten Dörfer und Städte. 

April 2026

Das Geheimnis der Kreibichschenke und ihre Spuren von Niederleutersdorf nach Australien

Dorfgemeinschaftshaus "Haus am Großen Stein"

Die Kreibichschenke in Leutersdorf wurde als Quartier der Räuberbande um Karasek berühmt. Deren Spuren kann man von der Enklave Niederleutersdorf aus bis nach Australien verfolgen. Das hätte vor 20 Jahren kaum jemand für möglich gehalten. Obwohl das berühmte Räubergasthaus von Neuwalde längst nicht mehr hinter dem Lindeberg steht, denn es wurde abgetragen, so ranken sich doch bis heute viele Mythen und Fantasien um diesen magischen Ort. Der kleine Quellweiler war einst von Wald umschlossen. Als selbständige Gemeinde besaß man sogar einen Gerichtskretscham...

Alles Lausitz, Niederschlesien oder was? Entwirrung eines Wirrwarrs

Schloss Kittlitz

Mit diesem Thema wird Fragen nachgegangen wie: Ist die Oberlausitz ein Land oder nur eine Landschaft wie die Sächsische Schweiz oder das Erzgebirge? Zählen zu den Oberlausitzern nur die mit dem berühmten „Radl a dr Gurgl“ oder wo verlaufen die Grenzen? Immer wieder werden die Begriffe „Lausitz“, „Oberlausitz“, „Niederlausitz“ durcheinandergebracht, gibt es Unklarheiten, welche Gebiete die beiden Lausitzen umfassen, welche historischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sie haben und wie sich ihr Verhältnis zu den Nachbarregionen Schlesien und Böhmen entwickelt hat. Gibt es eine niederschlesische Oberlausitz oder gar einen Rest Schlesiens westlich der Neiße? Wo liegen die Ursachen, dass sich diese historische Konfusion sogar in die Sächsische Verfassung eingeschlichen hat?

Mai 2026

Bauden im Lausitzer Gebirge

Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster Zittau, Klosterstr. 3

August 2026

Auf den Spuren der Salzburger Exulanten in der Oberlausitz

Gemeindehaus

Im August des Jahres 1732 herrschte in Königsbrück und Hoyerswerda große Aufregung. Es war angekündigt worden, dass mehr als 500 Exulanten aus dem Salzburger Lande durchziehen und sogar eine Nacht dort verbringen sollten. Damals, als so mancher Einwohner zeit seines Lebens nicht über die Stadtgrenzen hinauskam, war das eine große Sensation. Noch dazu, als bekannt wurde, dass diese Menschen ihres protestantischen Glaubens wegen die Heimat verlassen hatten und auf dem Durchzug in eine unbekannte Fremde waren. Historische Dokumente aus Archiven und Kirchenbüchern geben Auskunft über den Aufenthalt und den weiteren Weg der Exulanten durch das Markgraftum Oberlausitz nach Hoyerswerda und über Ruhland nach Senftenberg. Nach beschwerlichem Marsch kommen sie, dem Ruf des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. folgend, im November 1732 in Preußisch-Litauen, dem späteren Ostpreußen, an.

November 2026

Bekanntes und Unbekanntes aus der Geschichte des Mönchswalder Berges

Altbestand der Christian-Weise-Bibliothek

Nicht zuletzt wegen der hervorragenden Fernsicht und der guten Erreichbarkeit entschied sich der Gebirgsverein zu Bautzen im Jahre 1883, auf dem Gipfel des Mönchswalder Berges eine Baude und einen Aussichtsturm errichten zu lassen. Bereits im September 1885 konnte zur »Einweihung des Turmes und der Restauration auf dem Mönchswalder Berge« eingeladen werden. Eine Zeitreise durch 140 Jahre Berggeschichte führt auf historischen Wegen auf den Hausberg der Bautzener und stellt verdiente Förderer des Berges und des Gebirgsvereins ebenso vor wie die Wirte der bekannten Bergbaude.

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