der lausitzer Landweg

Wandern
Wege und Touristik in der Oberlausitz

 

der nördliche kammweg

Es kann wohl kein Zufall sein, dass auch viele Wanderfreunde, Wandergruppen und auch Ortswegewarte im Lusatia-Verband aktiv sind. Das Wandern durch unsere schöne Oberlausitz bringt es ebenso wie das Mitwirken am Erhalt und der Beschilderung von Wegen mit sich, dass auch das Bewusstsein für die Historie  unserer Wanderwege zwischen Kamenzer Hutberg und Hochwald, Keulenberg und Landeskrone zunimmt.

historische wanderwege erhalten und bewahren

Unsere heutigen Wanderwege sind auch ein Teil der Kultur- und Heimatgeschichte. Ihre Historie mit langer Tradition sollte und darf nicht in Vergessenheit geraten. Um in jedem Ort, durch den der Weg führt, den historischen Namen und das traditionelle Wegezeichen auf zumindest einem Schild anzubringen, ist es meist nur ein geringer materieller Aufwand. Das kann auch ein kleiner zusätzlicher Aufkleber sein, der nur geringe Kosten verursacht. Noch besser wäre natürlich die eine oder andere Infotafel am Wege, wie sie bereits am Lausitzer Landweg vom Verein der Natur- und Heimatfreunde Burkau e.V. vorbereitet wird.

 

Im Mitteilungsblatt 2/2021 und 3/2021 des Sächsischen Wander- und Bergsportverbandes e.V. finden Sie einen zweiteiligen Beitrag

Historische Fernwanderwege durch die Oberlausitz

  

Teil 1            Teil 2

 

 

vom keulenberg
Zur Landeskrone

 

Einer der ältesten und sicher auch schönsten Wanderwege der Oberlausitz ist der Nördliche Kammweg. Von Königsbrück geht es über den Keulenberg  Schwedenstein  Sibyllenstein  Butterberg   Klosterberg  Picho   Mönchswalder Berg   Czorneboh   Hochstein  Löbauer Berg und Rotstein bis zur Landeskrone.

Reizvoll ist dieser Wanderweg über die Gipfel der nördlichsten Kette des Oberlausitzer Berglandes, herrlich sind die Aussichten auf das fruchtbare Gefildeland bis hin zum Teich- und Heidegebiet der nördlichen Oberlausitz.  

Vom Kamenzer hutberg
zum hochwald       

 

Bereits im Jahre 1912 wurde der Lausitzer Landweg vom Lusatia-Verband und seinen Mitgliedsvereinen festgelegt und markiert.

 

Der Weg führt über 112 Kilometer vom Kamenzer Hutberg über Walberg  Wohlaer Ländchen  Sibyllenstein  Butterberg  Bischofswerda  Valtenberg  Weifa 
Bieleboh  Kottmar  Spitzberg 
Breiteberg
und Jonsdorf
zum Hochwald. 

Aktuell

Am 14.11. wandern wir auf dem alten Lausitzer Landweg bzw. Oberlausitzer Rundweg

Treffpunkt 9 Uhr – Parkplatz Spreequelle in Walddorf, Bierweg 3

 

9:15 Uhr – Spreequelle am Kottmar

Gedenken zum Volkstrauertag

9:30 Uhr – Start zur Wanderung

Walddorf -  Neugersdorf mit Spreequelle - Mittag in der Alten Jugendherberge - weiter zur Karasekschenke. Wacheberg mit Karasekbank und Panoramaaussicht

weiter über Heinrichshöhe – Neueibau - Eibau/Husarenstein zurück nach Walddorf zum Parkplatz.

 

vorträge

aus der oberlausitzer
heimatzeitung          1921

 

"Wandern, Wandern meine Lust, das kannst du, lieber Leser, erst recht verstehen, wenn du dich auf Tage hinaus freigemacht hast von den Alltagssor-gen, von Landstraße und Eisenbahn, von Baedeker und Kursbuch und frisch und fröhlich durch deutsches Land pilgerst. Wer aber leitet deinen Fuß und gibt dir ein sicheres Ziel? Das sind die großen Fernmarkierungen, die mehr und mehr unsere Heimat durchziehen und die anmutigsten Punkte verbinden."    Prof. Otto Weder (1919 bis 1929 Vorsitzender des Lusatia-Verbandes) 

Seit den 1930er Jahre wurde der Lausitzer Landweg in Teilen als Deutscher West-Ost-Wanderweg Saar - Schlesien geführt. Dieser Name war nach 1945 nicht mehr opportun, der Weg wurde zum Hauptwanderweg Wernigerode - Zittau und im Jahre 1987 auch das blaue Andreaskreuz zum Bedauern vieler Wanderfreunde als Wegzeichen ersetzt.

Heute führt noch immer der blaue Strich, nun als Oberlausitzer Bergweg bezeichnet, auf dem traditionellen historischen Wanderweg.

Heute weist man den Weg als Teil des Wanderweges der Deutschen Einheit aus, der von Aachen nach Görlitz führt.

Das Wegezeichen des historischen Nördlichen Kammweges war von alters her der dreizackige Kamm, der in den 1960er Jahren leider ohne Not durch das rote Andreaskreuz, später den blauen oder roten Punkt ersetzt wurde. Engagierten Heimat- und Wanderfreunden ist es zu verdanken, dass gerade in der westlichen Oberlausitz, zwischen Schwedenstein und Butterberg, die traditionelle Wegbezeichnung und der dreizackige Kamm teilweise wieder zu finden sind.

der nördliche kammweg

Wegekarten-Heft des Verbandes "Lusatia" der Humboldt-, Fortbildungs- und Gebirgsvereine der Oberlausitz samt Anschlußgebieten.  Ausgabe 1928

Wer mehr zu Wanderwegen – gestern und heute – erfahren möchte, kann sich iin unserem Vortragsangebot informie-ren. Wir halten Sie auch mit unserem Informationsbrief immer auf dem Laufenden.